Mit kleinem Budget Werbung machen: Günstiges und kostenloses Marketing für Handwerker, Kleinbetriebe und Selbstständige

Online-Marketing mit Fleiß: Computermaus auf einem abgewetzten Mousepad mit Smartphone und Tatstatur im Hintergrund
Wer kostengünstig werben möchte, braucht Fleiß und Ausdauer mit Mouse, Tastatur und Smartphone.

Werbung machen: 5 Tipps für effektive und günstige Marketingmaßnahmen

Vor allem Handwerker, Kleinunternehmen, Selbstständige, Gastronomen und Existenzgründer stellen sich die Frage, wie sie kostengünstig und effektiv für ihr Unternehmen Werbung machen können. Während klassische Werbung im Fernsehen und in Printmedien zunehmend an Bedeutung verliert, wächst die Bedeutung des digitalen Marketings rasant. Für Unternehmen und Unternehmer mit kleinen Budgets ist die Digitalisierung eigentlich ein Segen, denn noch nie hat man Zielgruppen so treffsicher und günstig adressieren und die Effekte von Marketingmaßnahmen messen können. Noch nie war es so einfach, die Werbung für sein Unternehmen selbst zu betreiben. Man muss sich allerdings ein wenig intensiver mit den neuen Technologien und Möglichkeiten beschäftigen und die stetige Weiterentwicklung im Blick halten. Diverse Dienste und Tools sind kostenlos und bieten sehr effektive Möglichkeiten, um ein Unternehmen bekannt zu machen, verlangen aber auch einiges an Zeit. Bei manchen Dingen empfiehlt es sich hingegen, nicht alles selbst zu machen, sondern etwas Geld in die Hand zu nehmen und einen Profi um Hilfe zu bitten. Ein kurzgefasster Überblick.

Professionelle Geschäftsausstattung: Logo, Visitenkarte, Briefbogen, Fahrzeugbeschriftung

Ganz ehrlich: Ohne ein Logo sollten Sie nicht in den Kampf um Aufmerksamkeit ziehen. Wo auch immer Sie sich präsentieren benötigen Sie ein Logo. Ohne ein solches Signet treten Sie wie ein Hobby-Unternehmer auf. Und bitte basteln Sie nicht irgendwas selbst mit Office-Programmen und Bildern, die Sie im Internet gefunden haben. Spätestens, wenn das mal gedruckt oder vergrößert werden muss, stehen Sie ohne brauchbare Daten da. Ein Grafiker oder Mediengestalter hat das entsprechende Know-how, ein Logo für Sie zu entwickeln und stellt Ihnen Ihr neues Firmenzeichen in verschiedenen Dateiformaten zur Verfügung, damit sie es in diversen Medien on- und offline nutzen können. Mit etwas Glück bekommen Sie dort auch zu einem günstigen Preis Visitenkarten, Briefbögen und eine Fahrzeugbeschriftung. Oder Sie gestalten sich diese unter Verwendung der bereitgestellten Logo-Daten selbst bei einer Online-Druckerei Ihres Vertrauens. Sie wissen ja: Es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck. Deshalb sollten Sie bei Logo und Geschäftsausstattung ein paar hundert Euro investieren.

Die eigene Internetseite

Eine eigene Internetseite ist unbestreitbar ein Muss im Zeitalter der Digitalisierung. Sie ist Ihr digitales Aushängeschild und sollte Ihr Leistungsangebot darstellen und einen unkomplizierten Kontakt zu Ihnen ermöglichen. Es gibt inzwischen viele Tools und Online-Angebote, die es auch Laien ohne Programmierkenntnisse ermöglichen, eine eigene Webpräsenz zu erstellen. Ist die Webseite mit einem Content-Management-System erstellt, wie zum Beispiel dem kostenlosen WordPress, das bei vielen Hosting-Anbietern mit wenigen Klicks installiert werden kann, können Sie vorhandene Inhalte leicht anpassen und ergänzen. Auch Baukastenlösungen bieten die Möglichkeit, schnell und einfach eine eigene Internetseite zu erstellen, häufig sind die Designmöglichkeiten hierbei jedoch ziemlich eingeschränkt.

Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass das Webdesign responsive ist und die Seite sich somit automatisch an verschiedene Ausgabegeräte wie Desktop-PC, Tablet und Smartphone anpasst. Ein stetig wachsender Teil der Internetnutzer greift über das Smartphone auf das Internet zu, Webseiten die man auf kleinen Bildschirmen mühsam ranzoomen und umherschieben muss entsprechen längst nicht mehr dem Stand der Technik und erschweren dem Nutzer die Informationsbeschaffung. Schreiben Sie flüssige, gut lesbare Texte und verwenden Sie wichtige Keywords in den Seitentiteln und Überschriften. Stellen Sie dabei die Probleme und Herausforderungen Ihrer Kunden in den Mittelpunkt und machen Sie deutlich, wie Ihr Dienstleistungsangebot diese Probleme löst.

Achten Sie auf ein rechtskonformes Impressum und eine Datenschutzerklärung, die der aktuellen DSGVO entspricht. Diese können Sie beispielsweise bei eRecht24 kostenlos erstellen. Vergessen Sie nicht, Ihre Internetseite in der Google Search Console anzumelden und prüfen Sie hier regelmäßig, wie sich die Suchanfragen entwickeln und ob Sie die Auffindbarkeit in der Google-Suche verbessern können.

Sie sind kein Texttalent und haben auch keinen Nerv, sich mit Baukastenlösungen und Webhosting zu beschäftigen? Dann scheuen Sie sich nicht, einen Freelancer oder Marketingexperten zu fragen, der Ihnen ein Rundum-sorglos-Paket bietet und die Seite für Sie einrichtet und die Texte schreibt. Je nach gewünschtem Umfang ist sowas bereits unter 1000 Euro zu haben.

Eintrag in Google MyBusiness und Google Maps

Vor allem bei der lokalen Suche spielt ein Eintrag im kostenlosen Google-Branchenverzeichnis eine große Rolle. Ihr Eintrag erscheint dann auch in GoogleMaps und taucht bei der lokalen Suche in der Regel – mit weiteren Vertretern Ihrer Branche – an oberster Stelle auf. Achten Sie auf fehlerfreie Daten, denn Google mag keine Unstimmigkeiten: Stimmen Adresse und Telefonnummer? Oftmals hat Google bereits automatisch anhand anderer Datenverzeichnisse einen Eintrag angelegt.

Es empfiehlt sich, zunächst nach einem vorhandenen Eintrag zu suchen und für diesen die Inhaberschaft zu beantragen. Anschließend können Sie gegebenenfalls alte Angaben, beispielsweise eine veraltete Adresse, aktualisieren und dort neben Ihren Kontaktdaten auch Ihre Internetseite, Fotos, Öffnungszeiten und seit kurzem auch aktuelle Beiträge hinterlegen.

Werbung über Social Media

Die sozialen Netzwerke haben die Kommunikation gewaltig umgekrempelt und bieten enorme Chancen für Ihr Online-Marketing. Da ist er, der direkte Draht zu Kunden, Interessenten und Followern, der es Ihnen ermöglicht, zielgenau über Ihr Unternehmen, Ihre Dienste oder Produkte zu informieren und ein, bisweilen auch mal schonungsloses, Feedback dazu zu erhalten. Mit Social Media gelangen Sie direkt auf das Smartphone Ihrer Zielgruppe und damit auf einen Kanal, der in Zeiten der Informationsüberfrachtung noch bewusst und intensiv genutzt wird.

Finden Sie zunächst heraus, welche Netzwerke für Ihr Gewerk oder Ihr Unternehmen passend sind und machen Sie sich einen Plan, welche Inhalte Sie wo und wann platzieren. Darüber hinaus können Sie in einigen sozialen Netzwerken, darunter Facebook, für kleines Geld Ihre Beiträge bewerben und dabei eine sehr genaue Zielgruppenauswahl treffen. Sie erhalten Statistiken, mit denen Sie den Erfolg Ihrer Maßnahmen messen und auswerten können. Die Bedienung ist dabei intuitiv einfach und Sie brauchen dazu letztlich als Minimum nur eine Idee, einen kurzen Text und ein Foto. Es geht natürlich auch doller mit Videos, Slideshows, Links, Umfragen, Gewinnspielen. Hier gilt: Am besten testen.

Aber Vorsicht: Ihre Anhängerschaft möchte unterhalten und informiert werden, hüten Sie sich also davor, Ihr Publikum mit Werbebotschaften zu überhäufen. Bieten Sie Witziges, Interessantes, Unterhaltsames und Informatives. Antworten Sie auf Kommentare und bleiben Sie höflich, auch wenn sich mal ein sogenannter Troll auf Ihrer Seite herumtreibt und schlechte Stimmung macht. Der Zeitaufwand ist allerdings nicht zu unterschätzen und nicht jeder ist der Typ dafür, regelmäßig passende Beiträge zu entwickeln und zu posten.

Damit ist das Thema allerdings nur oberflächlich angekratzt, alles andere würde den Rahmen an dieser Stelle sprengen. Social Media-Marketing ist inzwischen zu einem eigenständigen Berufszweig ausgewachsen und das Internet steckt voller Beiträge mit guten Tipps und Best-Practices. Schauen Sie sich einfach mal ein bisschen um, wenn Sie Social Media für sich entdecken möchten.

Empfehlungen, Rezensionen und Kundenstimmen

Die wirkungsvollste Werbung ist die Mundpropaganda. Nicht ist überzeugender als ein zufriedener Kunde. Oftmals sind Kunden zu wohlwollenden Bewertungen und Empfehlungen bereit, eine freundliche Bitte wirkt meistens Wunder, aber manchmal braucht es auch freundliche Hartnäckigkeit. Ein paar Anregungen: Schreiben Sie unter Ihre Rechnungen sowas wie „Waren Sie zufrieden? Dann freue ich mich, wenn Sie mich weiterempfehlen.“ Legen Sie einen Empfehlungscoupon oder Visitenkarten bei, wenn Sie die Rechnung per Post verschicken.

Sprechen Sie nette Kunden aktiv an und bitten Sie um kurze Statements oder Interviews zu Ihrer Arbeit. Verwenden Sie diese als Referenzen auf Ihrer Internetseite. Auch Rezensionen und Bewertungen bei Google und Facebook sowie auf speziellen Bewertungsseiten stärken Ihren Ruf und die Sichtbarkeit in der Online-Welt. Motivieren Sie Ihre Kunden dazu, indem Sie Direktlinks zur Bewertung per E-Mail oder WhatsApp (sofern das entsprechende Einverständnis zu dieser Form der Kontaktaufnahme vorliegt) versenden.

Überlegen Sie, ob Sie wohlwollende Kunden, die Sie empfehlen oder Bewertungen und Kundenstimmen abgeben, mit kleinen Goodies belohnen können: Beispielsweise mit einem Rabattgutschein, einem kleinen nützlichen Werbegeschenk, einer Tafel Schokolade … zumindest aber ist ein „Dankeschön“ obligatorisch.

 

Fazit: Für alle, die sich kostengünstig selbst bewerben und vermarkten möchten, gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Man braucht Ideen und Zeit. Diese Aufstellung ist nicht abschließend. Auch Content-Marketing, Suchmaschinenmarketing und E-Mail-Marketing bieten enorme Chancen, aber da geht es auch schon in den Bereich für Fortgeschrittene.

 

Linktipps zum Online-Marketing

Wissenswertes rund um das Internetrecht, mit Impressum-Generator: eRecht24

Eines der meistgenutzen Content-Management-Systeme der Welt für funktionale Internetseiten: WordPress

Einen guten Überblick über die Grundlagen des Digitalmarketings vermittelt der kostenlose Online-Kurs von Google: Google Zukunftswerkstatt

Autor: Silke Kronen

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